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Weitere Abbildungen des Gehirns
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Neuroligische Steuerung

Gehirnerkrankungen

Hier finden Sie weitere Informationen über::
Neurotransmission an der Synapse

Neurotransmitter neurotransmitter spielen eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Intellekts, d. h. von Bewusstsein, Gefühlen und Verhalten. Selbst kleinste Veränderungen im Neurotransmittersystem können zur Ausbildung neurologischer Probleme oder Gehirnerkrankungen beitragen. Die Entwicklung neuer Behandlungsformen und Präventionsstrategien, die die Probleme dieser teilweise schwer behindernden Krankheiten erleichtern helfen, setzt Wissen darüber voraus, wie die Schaltkreise, Synapsen und Neurotransmitter bei Patienten mit Gehirnerkrankungen verändert sind.

Die Komplexität des Gehirns beschränkt sich aber nicht auf dessen strukturelle und chemische Zusammensetzung. Das Gehirn ist ein dynamisches Organ, das sich - geleitet von den gesammelten Erfahrungen - in einem Zustand konstanter Veränderung befindet. Jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen, eine Erinnerung bilden, Stress erleben, krank sind, ändert sich die biochemische Struktur im Gehirn auf neuronaler Ebene und beeinflusst den Informationsfluss. Dies wird auch als neuronale Plastizität bezeichnet.

Klassifikationssysteme

Das Gehirn ist sehr komplex und die Symptome vieler Gehirnerkrankungen sind heterogen und oft unterschiedlich. Um Klinikern eine exakte Diagnose von Gehirnerkrankungen zu ermöglichen, wurden von Expertengruppen, die mit Psychiatern besetzt waren, Klassifikationssysteme entwickelt. In diesen Klassifikationssystemen sind die Symptome von Gehirnerkrankungen eindeutig definiert und Gruppen zugeordnet. Zwei dieser Systeme werden weltweit benutzt. Das erste System, entwickelt von der American Psychiatric Association, ist das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), das vorwiegend in den USA verwendet wird. Das zweite System, das in Europa weiter verbreitet ist, ist die Internationale Klassifikation der Krankheiten, Teil 10 (ICD-10).

Mit Hilfe dieser Leitlinien kann ermittelt werden, an welcher psychischen Krankheit ein Patient eventuell leidet und welche Krankheiten mit überlappenden Symptomen ausgeschlossen werden können.

Hier erfahren Sie mehr über die Klassifikation und über Rating-Skalen für Gehirnerkrankungen.

Informationsblatt: Rating-Skalen.

Psychotherapie

Die Auswirkungen von Umwelteinflüssen und eigenen Erfahrungen auf unseren Geisteszustand werden heute sehr viel besser verstanden, was zu wesentlichen Fortschritten bei der Behandlungsstrategie mehrerer Gehirnerkrankungen geführt hat. Die Psychotherapie ist heute ein anerkannter, wichtiger Teil der Behandlung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Eine Kombination aus nicht medikamentöser und medikamentöser Behandlung ist in der Regel die erfolgreichste Behandlungsoption für diese Patienten. Ein weiterer wichtiger Teil jeder Behandlung sollte die Aufklärung sein - die Aufklärung nicht nur des Patienten, sondern auch seiner Angehörigen und seines Umgangskreises.

Für die verschiedenen neurologischen Erkrankungen existieren unterschiedliche psychotherapeutische Ansätze. Zu den häufig verwendeten Ansätzen zählen Psychoedukation, kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Familienintervention, Gruppentherapie und eine auf den jeweiligen Fall zugeschnittene Therapie, so z. B. eine Therapie bei Substanzmissbrauch.

Hier erfahren Sie mehr über Psychotherapie.

Medikamentöse Therapie

Psychotrope Medikamente üben eine selektive Wirkung auf einen oder mehrere der Schritte im Zyklus eines Neurotransmitters aus , d. h. auf Synthese, Speicherung, Ausschüttung, Wirkung oder Abbau. Die Bestimmung des Wirkmechanismus zahlreicher psychotroper Medikamente verbessert das Verständnis der molekularen Mechanismen, die manchen Krankheiten zugrunde liegen.

Psychotrope Medikamente zeigen unterschiedliche Wirkmechanismen. Dazu gehören:

Präsynaptische Wirkung

Psychotrope Medikamente können die Synthese, Speicherung, Ausschüttung und Wiederaufnahme von Neurotransmittern beeinflussen und deren Wirkung unterdrücken oder verstärken. Bestimmte Antidepressivaklassen sind Wiederaufnahmehemmer für Serotonin, Noradrenalin oder beide Stoffe.

Postsynaptische Wirkung

Die Wirkung der meisten psychotropen Medikamente beruht auf einer Modifikation der synaptischen Übertragung, indem sie die postsynaptischen Rezeptoren entweder erregen oder hemmen. Diese Medikamente werden Agonisten bzw. Antagonisten genannt. Ein Agonist hemmt oder blockiert die Wirkung des Neurotransmitters, in der Regel durch Binden an den Rezeptor rezeptor, was das Binden des Botenstoffs verhindert. Ein Antagonist hingegen stört die Wirkung des Neurotransmitters.

Ein Schlüsselmechanismus für die Langzeitwirkung einiger psychotroper Medikamente ist die Rezeptoradaption. Viele Medikamente, und dazu gehören Antidepressiva, verlangen eine regelmäßige oder langfristige Gabe, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen. Dies kann auf geringfügige Änderungen der Rezeptorfunktionen zurückzuführen sein, die sekundär neben der ursprünglichen biochemischen Wirkung entstehen.

Enzyminhibition

Die beiden wichtigsten Enzyme für den Katabolismus klassischer Neurotransmitter sind die Monoaminoxidase und die Acetylcholinesterase. Diese beiden Enzyme sorgen für den Katabolismus biogener Amine wie Serotonin, Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin. Die Hemmung dieser Enzyme führt zu einem Anstieg der Konzentration und der Aktivität der fraglichen Neurotransmitter.

Hier erfahren Sie mehr über die folgenden Gehirnerkrankungen und welche Veränderungen das Gehirn auf Grund dieser Krankheiten erfährt:

 Angststörungen

 Bipolare Störungen

 Demenz

 Depression

 Epilepsie

 Migräne

 Multiple Sklerose

 Panikstörung

 Morbus Parkinson

 Schizophrenie

 Schlafstörungen

 Schlaganfall

 

 

 

 

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