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Depression

Einleitung

 Affektive Störungen
 Unipolare und bipolare Störungen

Die Depression ist eine affektive Störung, die die Emotionen und Gefühle eines Menschen beeinflusst; eine Person, die an einer Depression oder einer depressiven Krankheit leidet, erlebt eine durchgehende und anhaltende Stimmungsveränderung, wobei Traurigkeit, Wertlosigkeit und Hilflosigkeit die dominierenden Gefühle sind. Diese Gefühle können durch ein einschneidendes Ereignis, wie den Tod einer nahe stehenden Person, ausgelöst werden. Ein präziser Auslöser ist aber nicht immer zu identifizieren. Ohne Behandlung können die Symptome Wochen und sogar Jahre anhalten und das Leben verliert für den Betroffenen jeden Sinn und Zweck.

Affektive Störungen

Affektive Störungen werden gelegentlich auch als Stimmungsstörungen bezeichnete. Zu diesen Störungen gehören depressive Episoden, in denen die Stimmung des Patienten unnatürlich gedrückt ist, und Episoden von Manie , bei derdie Stimmung abnorm heiter ist. Affektive Störungen werden grob in unipolare und bipolare Störungen eingeteilt. Beinahe alle Patienten mit Manie erleben auch mindestens eine depressive Periode. Die Dauer der Episode einer affektiven Störungen schwankt, die meisten dauern aber, sofern sie nicht behandelt werden, über mehrere Monate an. Viele Patienten haben Zeit ihres Lebens wiederkehrende Episoden.

KamerasymbolHier erfahren Sie mehr über Serotonin und affektive Störungen

Unipolare und bipolare Störungen

Die beiden Hauptformen der affektiven Störung werden ausgehend vom Vorliegen bzw. Fehlen manischer und depressiver Episoden unterschieden:

  • Bei einer unipolaren Störung erlebt der Patient ausschließlich depressive Episoden.

  • Bei einer bipolaren Störung (der manischen Depression) erlebt der Patient sowohl depressive als auch manische Episoden.

Eine unipolare Depression kann schon in der der Jugend auftreten, die höchste Prävalenz wird in der Altersgruppe der 40-50-Jährigen verzeichnet. Ab dem 60. Lebensjahr nimmt die Prävalenz ab.

Eine bipolare Störung tritt in der Regel früher auf. Die meisten Patienten erleben die ersten manischen oder hypomanischen Episoden Anfang 20.

Unipolare Störungen

Jeder Mensch weiß, was es heißt, manchmal traurig, einsam oder unglücklich zu sein. Normalerweise gibt es für unsere Gefühle eine offensichtliche Ursache, wie Trauer oder Enttäuschung nach einem traumatischen Erlebnis. Wir erholen uns davon unterschiedlich schnell, normalerweise innerhalb einiger Wochen. Eine klinische Depression liegt dann vor, wenn das Ausmaß oder die Dauer dieser Gefühle einen Umfang annimmt, der nicht länger "normal" ist, d. h. nicht mehr im Verhältnis zum Geschehenen steht. In diesen Fällen sind häufig nicht mehr Traurigkeit und Tränen die offensichtlichsten Merkmale, stattdessen treten allmählich andere psychologische und körperliche Symptome auf. Die Diagnose der klinischen Depression erfolgt auf der Basis dieser eindeutigen Merkmale. Schätzungen zufolge leiden 17 % der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben an einer Depression (Kaplan et al., 1994).

Bipolare Störungen

Diese Störungen sind gekennzeichnet durch normalerweise abwechselnde Symptome von Niedergeschlagenheit (depressive Phase) und übertriebener Heiterkeit (manische Phase). Ausgehend vom Ausmaß der manischen Symptome wird die bipolare Störung im DSM-IV als bipolar I für schwere Manie und bipolar II für leichtere manische Episoden, auch als Hypomanie bekannt, eingestuft. Gelegentlich treten manische und hypomanische Episoden in Verbindung mit einer Antidepressiva-Behandlung auf. In diesem Fall spricht man von einer induzierten Manie/Hypomanie (bipolar III). Symptome einer manischen Episode:

  • Erhöhtes Selbstwertgefühl oder Großartigkeitsgefühl

  • Übertriebene Arbeitsaktivität und erhöhte Gesprächigkeit

  • Verringertes Schlafbedürfnis

  • Ideensprünge oder rasende Gedanken, schlechte Konzentration, impulsives bis hin zu gefährlichem oder rücksichtslosem Verhalten

Vergleich der Symptome einer depressiven und einer manischen Episode

Depressive Episode

Manische Episode

Depressive Stimmung

Erhöhtes Selbstwertgefühl oder Großartigkeitsgefühl

Geringeres Interesse und weniger Freude an praktisch allen Aktivitäten

Übertriebene Arbeitsaktivität und erhöhte Gesprächigkeit

Erschöpfung oder Energieverlust

Verringertes Schlafbedürfnis

Immer wiederkehrende Gedanken an Tod/Suizid

Ideensprünge oder rasende Gedanken

Appetitlosigkeit

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