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Bipolare Störung

Einleitung

Bei der bipolaren Störung handelt es sich um eine affektive Störung. Affektive Störungen werden grob in unipolare und bipolare Störungen eingeteilt.

Hier erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen einer bipolaren und einer unipolaren Störung.

Hier erfahren Sie mehr über affektive Störungen.

Die bipolare Störung, früher als "manisch-depressive Erkrankung" bezeichnet, ist eine relativ häufige chronische psychiatrische Störung. Patienten erleben Episoden mit Manie und Depression, in der Regel unterbrochen von Perioden relativ ausgeglichener Stimmung. Die bipolare Störung ist mit kognitiven und Verhaltensstörungen verbunden. In schweren Fällen können manische und depressive Phasen von Psychosen begleitet sein. Im Jahresbericht 2002 der Weltgesundheitsorganisation wurde die bipolare affektive Störung als die weltweit vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit unter den neuropsychiatrischen Störungen genannt (Weltgesundheitsorganisation, 2002).

Die erste Episode der bipolaren Störung wird häufig in der Jugend bzw. im frühen Erwachsenenalter beobachtet. Die Krankheit hat tiefgreifende negative Auswirkungen auf das soziale, familiäre und berufliche Umfeld des Patienten und ist ein Risikofaktor für Substanzmissbrauch und Suizid (Cassidy et al., 2001; Jamison, 2000; Maj et al., 2002). In neueren Berichten wird festgestellt, dass bis zu 25 % aller Patienten mit bipolarer Störung zu irgendeinem Zeitpunkt während des Krankheitsverlaufs einen Suizidversuch unternehmen (Keck, Jr. et al., 2001).

Zwar ist die genaue Ursache der bipolaren Störung noch nicht geklärt, es muss jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass die Ätiologie der Krankheit mehrere ursächliche Faktoren hat. In zahlreichen Studien wurden mehrere Bereiche des Gehirns identifiziert, wobei sich die Aufmerksamkeit auf Veränderungen der intrazellulären Prozesse von Gehirnfunktionen wie die Zellrezeptoren und die Aktivität von Neurotransmittern konzentrierte. In den neuesten Studien wird untersucht, ob die Neurodegeneration ein potenzieller gemeinsamer letzter Abschnitt des Krankheitsverlaufs ist.

Mehrere medikamentöse Therapien haben sich bei der Behandlung sowohl der manischen als auch der depressiven Phasen der Störung, aber auch bei der Prophylaxe als wirksam erwiesen. Zu den Mitteln, die für beide Phasen verwendet werden, gehören Lithium, Antikonvulsiva und Antipsychotika. Andere, nicht medikamentöse Therapien wie die Elektrokrampftherapie sind ebenfalls wirksam und in bestimmten Fällen sogar lebensrettend.

 

 

 

 

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